Wenn ich etwas bewerten will, probiere ich es gern aus, um festzustellen, was es mit den Behauptungen auf sich hat, die dazu in der Welt herumschwirren. Wenn es mich bereichert, will ich es kennenlernen und wenn es "Feind" ist, will ich es kennen und wissen, was es tut. Selten ist etwas schwarz-weiß. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen: Ein KI-Programm (immer dran denken, es ist „nur“ ein Programm!) ist im Grunde eine sehr umfangreiche interaktive Suchmaschine. Nicht mehr und nicht weniger.
Das Programm kann weder Menschen, menschliches Tun noch Denken und Intelligenz ersetzen, aber es hat einige brauchbare Eigenschaften, die ein autarker Denker durchaus nutzen kann.Es kann auch die Natur und die Kraft der Natur (oder andere mögen es "Gott" nennen) ersetzen oder übertrumpfen, denn es ist Teil der Natur und ein Teil, das aus dem Großen hervorgeht, bleibt immer der Krümel vom Keks. Es klaubt und baut in Windeseile detaillierte Informationen zusammen, die sich an der jeweiligen Fragestellung orientieren. Bei diesem Zusammenklauben kommt es auch vor, dass kompletter Nonsens zusammengeschustert wird oder dass die eingesammelten Teile aus Propaganda, Polemik, Irrglaube usw. bestehen, je nachdem, welche Quelle angebohrt wurde, denn das Ding orientiert sich auch an der Häufigkeit oder Popularität der Funde/Quellen, ähnlich wie wir diese ganzen Algoritmenauswürfe schon kennen.
Redet die KI nach dem Mund?
Man muss also aufpassen, was genau da ausgespuckt wird, nicht alles stimmt oder macht überhaupt Sinn. Das KI-Programm kann allerdings hervorragend mit Einwänden, Widerspruch und Korrekturen umgehen und orientiert sich dann neu. So würde man sich das tatsächlich gelegentlich von dem einen oder anderen fleischlichen Gesprächspartner wünschen, dem es nicht gelingt, auf der Sachebene zu bleiben. Manche Kritiker meinen, darin ein „nach-dem-Mund-reden“ erkennen zu können, vergessen dabei jedoch, dass das Programm sich auch an dem Informationsgehalt der Frage orientiert.Mit anderen Worten: Fragt man anders, kommt auch eine andere Antwort.
Kurzum: Wenn man herausgefunden hat, wie man Themenblasen ansticht, kann man umfangreiche Informationen ernten, die es dann selbständig überlegt auszuwerten gilt, genauso wie wir es bisher mit Suchmaschinen auch gemacht haben. Es wird einem also mitnichten das Denken abgenommen oder gar vorgeschrieben. Es gibt Themenbereiche in dem KI-Programm, die nicht angetastet werden dürfen, zum Beispiel einige Bereiche der Medizin. Und ja, diese Blockaden unterscheiden sich, je nachdem, von welchem Land aus man zugreift (worüber man dann auch gern nochmal nachdenken darf).
Aufschlussreiche Einblicke
Da ich die ausgeworfenen Daten und Auskünfte teilweise sehr interessant finde, auch weil sie aus einem breiten Spektrum dicht gebündelt dargeboten werden, mache ich mir hier den Spaß und veröffentliche Texte, die sich aus einem Dialog mit diesem KI-Programm ergeben. Mitunter bieten Sie aufschlussreiche Einblicke, außerdem üben sie im kritischen Denken und halten gelegentlich Informationen bereit, die bisher an einem vorbeigegangen sind (und man kann dann überlegen, was man damit anstellt).
Um es deutich zu sagen: Ich halte KI für überflüssig und natürlich lassen sich gute Autoren durch sie nicht ersetzen. Ebenso wenig kann man damit wissenschaftliche Arbeiten oder Bücher schreiben oder Beratung, Diagnosestellung oder vieles andere ersetzen. Wer das behauptet, hat den Kern der jeweiligen Sache nicht erfasst und ist wohl von der Hoffnung getrieben, nicht mehr selbst denken zu müssen, was ja aktuell sehr in Mode gekommen ist. Doch nun gibt es sie, weshalb man sie auch kennenlernen kann und muss. Denn das, was man nicht kennt, scheint gefährlich, weil man es nicht kennt. Das Denken wird uns niemals jemand abnehmen können, da der menschliche Geist weit mehr ist als das, was wir uns mit unserem Horizont gemeinhin vorstellen.
Darum lade ein, dem KI-Talk zu lauschen. Nach dem Motto: Das System nutzen, um das System zu verändern.
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